Ich kann diesen ganzen Quatsch in den deutschen Medien nicht mehr hören. Das ganze “Street View” Thema wird nur deshalb so aufgebauscht, weil es in diesem Sommer mal wieder nichts anderes zu berichten gibt und ein paar Politiker sich profilieren wollen.
Und das geht auch besonders an die Adresse von Frau Aigner, die jetzt endlich etwas gefunden hat, um von allen anderen Dingen in Sachen Datenschutz, die sie verschlafen hat, abzulenken.
Das Argument, Terroristen und Einbrecher hätten mit Google Street View die Möglichkeit Häuser auf Ihre Anschlags- und Einbruchmöglichkeiten zu testen, ist so unglaublich blödsinnig, das man nur den Kopf schütteln kann. Und die Privatsphäre eines jeden Hausbesitzers wird auch in keinster Weise beeinträchtigt, da Google ja keine Bilder vom Hausinneren zeigt.
Ab gesehen davon ist ein “geschwärztes” Haus in einer Straße viel interessanter als alle Sichtbaren.
Überall auf der Welt, wo “Street View” bereits zu sehen ist, haben die Leute keine Probleme damit, nur in Deutschland wird eine Debatte sondersgleichen geführt, die insbesondere von der Presse auch mit vielen Falschinformationen bestückt wird.
So ging z.B. mein Nachbar davon aus, dass sein Haus von allen Seiten fotografiert wurde…
Einen guten Artikel hat Kai Biermann von Zeit Online darüber geschrieben.
Ich hoffe, das Thema “Street View” wird bald wieder von wirklich wichtigen Themen (wie z.B. “Was macht eigentlich Lena Meyer-Landrut in Köln) in den Medien abgelöst…

Immerhin – eine Steilvorlage für eine der witzigen Sixt-Kampagnen:
http://meedia.de/nc/details-topstory/article/werber-nehmen-street-view-aufs-korn_100029727.html?tx_ttnewsbackPid=23&cHash=605b576e20
Gruss Stefan
So sehr ich eure Meinung durchaus schätze muss ich euch hier entschieden widersprechen.
1. Ist es durchaus bedenklich, dass Großunternehmen wie z.B. Google immer mehr Daten von Nutzern kennen, von denen ja nicht einmal der Nutzer selbst weiß, dass sie gespeichert werden. Deshalb ist es sehr wichtig, dass ein solches Unternehmen überprüft wird. Können nämlich zu den erstmal abstrakten Daten eines Nutzers (wie auch immer technisch umsetzbar) auf einmal reale Daten (Lebensstandard, Gartenausstattung etc.) zugeordnet werden, birgt das ein sehr großes Missbrauchsriksiko.
2. Gehört es doch zur Selbstverständlichkeit, dass jeder Mensch für sein eigenes Eigentum (!!) entscheiden darf, wo und wozu es von Fremden dargestellt wird. Wenn Punkt 1. nicht stört ist ja freigestellt sein Haus veröffentlichen zu lassen, doch wer das nicht will, kann (aufgebaut auf BGB Paragraph 903 Befugnisse des Eigentümers) dagegen widersprechen.
Insofern muss ich euch leider sagen, dass das zwar eure Meinung sein kann, das aber jedoch nicht heißt, dass es nicht anderen Menschen widerstrebt.
Liebe Grüße und keep on the good work ;)
Deutschlandweit wird über Google Street View diskutiert, als ob dem Daten-Jäger-und-Sammler-Konzern mit dem Abfotografieren öffentlich einsehbarer Fassaden ein gar ausgefuchstes Schurkenstück gelungen sei, das unsere dunkelsten Geheimnisse erst ans Licht zerrt und dann im bösen Internet wie auch in Echtzeit präsentiert. Der Fachmann empfiehlt hierzu dem Bedenkenträger: Einfach einen pubertierenden Sprayer engagieren, der die Hauswand mit obszönen Graffiti dekoriert, dann muss Google auch ohne Antrag fröhlich drauflospixeln.
von hier:
http://metaphorous.com/2010/08/23/pixeln-schwindeln-vereiteln-privatheit-im-facebook-zeitalter/
ja, ich finde das Thema extrem albern und ja, das ist meine Meinung, die Du nicht teilen musst.
INDECT
http://de.wikipedia.org/wiki/INDECT
:(
Deswegen meine Meinung: Gegen Street-View
Ich frag mich immer woher der Begriff “Echtzeit” kommt?
Wenn die Bilder ins Netz kommen sind sie doch schon Monate alt…
Und genau die, die heute schreien haben sicher schon mal per Google Earth das nächste Urlaubsziel betrachtet!
Sorry, aber wenn wir keine anderen Probleme haben! Mein Haus darf gerne fotografiert werden – hinter die Fassade sieht die Kamera ja sowieso nicht…
Immer wieder schön zu sehen wie so banale Themen wie Google Street View aufgebauscht werden aber wenn, jetzt mal flappsig ausgedrückt, Politiker zu unserem Schutz öffentliche Plätze mit Kameras austatten, unsere emails lesen, die Schufa uns mit Scoring Punkten bewertet es als völlig normal und notwendig angesehen wird. Überhaupt gibt es seit Jahren genaueste Informationen über den Wert, Lage und Bonität eines Hauses und Hausbesitzers. Dies scheint aber keinen zu stören.
Tja, dass Thema was die Medien aufbauschen wird auch den ganzen Sommer diskutiert und nimmt kein Ende!
Egal ob es Google Street View ist oder Dioxin, meist ist es doch so, wenn Bild es auf der Titelseite hat spricht jeder drüber.
Dabei ist es doch jedem selbst überlassen ob er sein Haus, Garten etc. zeigen will oder nicht. Wer es nicht zeigen will kann das ja tun und Google macht dass ja auch.
Ich finde Google Street View manchmal schon recht gut. Da mein Orientierungsinn meist nicht der Beste ist und wenn ich wohin muss, wo ich noch nicht war. Schau ich mir ein paar Ecken an, dann weiß ich später, *ah* ich bin auf dem richtigem Weg. *lol*